Daumen drücken – was heißt das?
Warum drücken wir einander die Daumen? Wer hat sich eigentlich das Daumendrücken ausgedacht? Wozu soll das eigentlich gut sein? Und was bedeutet der Satz „Ich drücke dir die Daumen“ wirklich?
Ich bin diesen Fragen mal nachgegangen und habe erstaunliches herausgefunden. Und das beschreibe ich hier mal kurz:
Daumen drücken als Redewendung
kennt heute fast jedes Kind. Allerdings nur in der Bedeutung, dass man jemandem alles Gute für ein Vorhaben wünscht. Als Geste zur Untermalung dieser Redensart klappt man den Daumen Richtung Handfläche und legt die übrigen vier Finger drumherum. Das war es dann auch schon.
Aber ist das wirklich schon alles? Und wie ist man auf diese Redewendung gekommen?
Nach meiner Erfahrung steckt hinter jeder auch noch so seltsam erscheinenden Redensart eine ganz bestimmte konkrete Sache.
Es gibt noch eine weitere Bedeutung, die sich darauf bezieht, woher die Redewendung überhaupt kommt. Also, was früher einmal damit gemeint war:
Daumen drücken als Fingerarbeit
Mit Altem Wissen im Hintergrund hat das Daumendrücken eine wichtige Bedeutung für die Seele. Wenn man in früheren Zeiten jemandem die Daumen drückte, dann hat man genau das wirklich getan. Warum? Um dieser Person eine Sorge zu lindern. Und weil es keine rationale oder wissenschaftliche Erklärung dafür gab, drückte man sich irgendwann die Daumen bestenfalls noch selbst. Oder man sagte es nur noch ohne es wirklich zu tun.
Schade eigentlich, finde ich. Denn echtes Daumendrücken ist ein wahrer Liebesdienst. An sich selbst. Oder an jemand anderen. Und es kostet nichts.😉
Und wie geht das Daumendrücken?
Es ist ganz einfach:
Umfasse mit der linken Hand den rechten Daumen möglichst bis zur Wurzel und halte ihn so lange fest, bis du das Gefühl hast: es genügt.
Dann wechsle die Hände, so dass du nun mit der rechten Hand den linken Daumen bis zur Wurzel umfasst – wieder so lange, bis du das Gefühl hast: es genügt.
Das war’s schon. Jetzt sollte sich die Sorge nicht mehr so überwältigend anfühlen. Probier es aus!
Daumendrücken als Erste Hilfe für die Seele
Warum ich das alles beschrieben habe, hat einen Grund: das Daumendrücken ist eine Erste-Hilfe-Maßnahmen für die Seele.
Die Daumen drücke ich bei Sorgen, die schier erdrückend sind.
Die Zeigefinger drücke ich bei Angst nach dem oben beschriebenen Prinzip.

Die gesamte Fingerarbeit wird sehr gut im Buch „Fit zum richtigen Zeitpunkt“ von Johanna Paungger und Thomas Poppe beschrieben.
Momentan drücke ich mir selbst die Daumen
Für drei Dinge:
– auf dass das Jahr 2025 leichter wird als 2024.
– damit ich gesund bleibe. Nach dieser letzten unschönen Weihnachtszeit!
– für meinen Ratgeber „Mein Krisen-Set“. Das Daumendrücken ist darin übrigens als Handlungsanweisung im persönlichen Notfall-Plan enthalten.
Wenn du wissen willst, ab wann genau und wo mein Ratgeber zu haben ist, dann trag dich hier ein:
Wofür drückst du dir die Daumen?
Das würde mich echt interessieren – schreib es gern hier drunter in einen Kommentar: